FAQ zur Rehkitzrettung
Wie kurzfristig geht ein Einsatz?
Wenn Kapazität da ist, auch kurzfristig. Planbar und sauber ist es mit 24–48 Stunden Vorlauf.
Wie melde ich eine Fläche an?
Über „Einsatz anfragen“ oder telefonisch.
Was braucht ihr vor Ort?
Treffpunkt, Zufahrt und eine klare Absprache zum Mäh-Zeitfenster.
Wann sollte ich eine Fläche melden?
So früh wie möglich. Ideal sind 24–48 Stunden vor der Mahd, damit wir Team und Zeitfenster sauber planen können.
Wie kurzfristig geht ein Einsatz?
Wenn Kapazität da ist, auch sehr kurzfristig. Realistisch und zuverlässig ist es, wenn die Meldung mindestens am Vortag kommt.
Welche Flächen sind sinnvoll für eine Drohnensuche?
Vor allem Wiesen/Grünland vor der Mahd. Auch Feldränder und kleinere Teilflächen können Sinn machen, wenn dort Setzplätze zu erwarten sind.
Welche Infos braucht ihr bei der Anmeldung?
- Ort/Fläche (Adresse oder klare Lagebeschreibung)
- Ansprechpartner + Telefonnummer
- Geplantes Mäh-Zeitfenster (Tag/Uhrzeit)
- Treffpunkt + Zufahrt
- Besonderheiten (Gräben, Zäune, Hunde, steile Bereiche)
Muss jemand vom Landwirt vor Ort sein?
Optimal ja, mindestens für Treffpunkt, Einweisung und Freigabe. Wenn das nicht geht, muss vorher alles glasklar abgesprochen sein.
Was passiert, wenn es regnet oder starker Wind ist?
Bei schlechtem Wetter kann ein Drohneneinsatz eingeschränkt oder unmöglich sein. Dann entscheiden wir vor Ort oder kurz vorher, ob wir fliegen können oder auf ein anderes Zeitfenster ausweichen.
Wie lange dauert die Suche?
Kommt auf Fläche, Bewuchs, Wetter und Teamstärke an. Kleinere Flächen gehen schnell, größere brauchen Planung. Wichtig ist: nicht erst melden, wenn der Mäher schon läuft.
Was kostet ein Einsatz?
Wir sind gemeinnützig. Einsätze basieren auf Absprachen, Spenden und Unterstützung. Details regeln wir transparent über die Seite „Spenden“ und im Kontakt.
Was passiert mit gefundenen Kitzen oder anderen Tieren?
Wir sichern tierschonend und so stressarm wie möglich. Danach erfolgt die Abstimmung mit dem Verantwortlichen vor Ort (Landwirt/Jäger/Revier). Ziel ist immer: Tier schützen, Fläche freigeben.
Darf man Kitze anfassen?
Unnötiges Anfassen vermeiden. Wir arbeiten so, dass Stress minimiert wird. Wie genau gehandelt wird, hängt von Situation, Tierart und Rahmenbedingungen ab.
Was ist, wenn jemand „selbst schnell gucken“ will?
Das klingt gut, ist aber oft ineffektiv. Drohne + Team sind schneller, systematischer und reduzieren Fehlstellen. „Schnell laufen“ übersieht in hohem Gras sehr viel.
Könnt ihr auch nachts suchen?
In der Praxis sind Einsätze meist früh morgens sinnvoll, bevor die Mahd beginnt. Die konkrete Zeit hängt von Genehmigungen, Wetter und Einsatzplanung ab.
Helft ihr nur bei Rehkitzen?
Nein. Je nach Saison und Fläche finden wir auch Hasen, Bodenbrüter und anderes Wild. Der Schwerpunkt bleibt die Mahd-Rettung.
Braucht ihr dafür einen Jagdschein?
Für die Rettung zählt vor allem: Sicherheit, Organisation, Abstimmung vor Ort. Rechtliche Details hängen von Einsatzort, Zuständigkeit und Beteiligten ab. Wir arbeiten abgestimmt mit den Verantwortlichen und gewährleisten stets die Anwesenheit von mindestens einem fachkundigen Jagdausübungsberechtigten vor Ort.
Was kann ich als Landwirt konkret tun, um die Rettung zu erleichtern?
- Flächen früh melden
- Mähzeitfenster verbindlich planen
- Treffpunkt und Zufahrt klar definieren
- Nach Möglichkeit von außen nach innen mähen (wenn es zur Fläche passt)
- Kommunikation kurz halten: eine Ansprechperson, eine Entscheidung
Was kann ich spenden, außer Geld?
Je nach Bedarf helfen auch:
- Akkus/Ladeequipment (nach Absprache)
- Funkgeräte/Headsets
- Warnwesten/Markiermaterial
- Werkstatt- oder Technikunterstützung
Am besten kurz per Kontakt klären.
Wie werde ich Helfer und was muss ich können?
Du musst kein Profi sein. Wichtig sind:
- Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit
- Ruhe, Disziplin, Teamfähigkeit
- Bereitschaft, Anweisungen einzuhalten
Aufgaben: Spotter, Fahrer, Orga, Bodenteam, Technik.
Wie läuft Datenschutz bei Flächenmeldungen und Fotos?
Wir nutzen Daten nur für Planung und Durchführung des Einsatzes. Fotos/Videos werden nur nach Absprache genutzt (z. B. für Öffentlichkeitsarbeit ohne unnötige Details).
Warum sind Wärmebild-Drohnen so effektiv?
Weil sie systematisch suchen, Temperaturunterschiede sichtbar machen und große Flächen schnell abdecken. Das reduziert Zufall und erhöht Trefferquote.
Was ist, wenn ihr nichts findet?
Auch dann war der Einsatz nicht sinnlos: Du hast die Fläche systematisch geprüft. Das ist besser als „Gefühl“ und reduziert Risiko.
Wie kann ich euch am schnellsten erreichen?
Telefon ist bei Einsätzen oft am schnellsten. Alternativ per Kontaktformular mit allen Flächendaten.
Dürft ihr Wild überhaupt suchen und sichern?
Ja, aber nicht „einfach so“. Jagdrechtlich gehört das Aufsuchen/Nachstellen zur Jagdausübung. Gesetze im Internet
Deshalb arbeiten wir nur mit Zustimmung/Einbindung des zuständigen Jagdausübungsberechtigten im jeweiligen Revier und in Abstimmung mit dem Flächennutzer. ag-jagd-sachsen-anhalt.de
Reicht ein Jagdschein allein dafür aus?
Ein Jagdschein ist Voraussetzung, aber kein Freifahrtschein. Entscheidend ist, dass die Maßnahme im jeweiligen Revier durch den Jagdausübungsberechtigten getragen oder ausdrücklich erlaubt ist. ag-jagd-sachsen-anhalt.de+1
Was heißt das praktisch für Landwirte?
Fläche melden, Zeitfenster abstimmen, Treffpunkt klären. Wir koordinieren die Umsetzung so, dass Revierzuständigkeit und Ablauf sauber sind.
